LIEBE WIENERINNEN UND WIENER!
Ziel des 1999 gestarteten Arbeitsschwerpunktes
"Frauen sichtbar machen"
der Wiener Frauenabteilung war und ist, Frauen und ihre Leistungen in verschiedenen Bereichen, wie Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Soziales in Erinnerung und ins Bewusstsein zu rufen. Im Mittelpunkt dieser Initiative stehen Wiener Frauen, die im Bereich der Wissenschaft tätig waren, die sich Zutritt zu den Bildungseinrichtungen erkämpften, die als Politikerinnen für die Rechte der Frauen eintraten, Frauen, die im Sozialbereich Pionierinnen waren, Wienerinnen, die aus ihrer Stadt vertrieben wurden oder im Widerstand gegen das NS-Regime kämpften.
Mut, Selbstvertrauen, Kampfgeist und sehr viel Ausdauer sind die Charaktereigenschaften jener Frauen, die bahnbrechend waren. Das waren und sind Frauen, die mitunter keine Lobby hatten, die aus eigener Kraft aktiv und richtungweisend wurden.
"Frauen sichtbar machen"
startete mit Porträts und Biographien von außergewöhnlichen Wienerinnen als Plakatserie auf Straßenbahnen. In der Folge entstand eine Serie von Fotobänden, die Wienerinnen verschiedener Generationen porträtierten. Video- und Filmprojekte gaben dem Arbeitsschwerpunkt als neue Medien eine neue Sichtweise und Dimension. Die Ausstellung "Frauen gedenken anders 1945-2005"
, die 2005 vor dem Museumsquartier zu sehen war, brachte die Initiative "Frauen sichtbar machen"
in einen Dialog mit der Gegenwart und der Zukunft.
Die Entwicklung von
"Frauen sichtbar machen"
ist auf der Website www.frauensichtbarmachen.at dokumentiert und soll einerseits die verschiedenen Zugänge zum "Sichtbar machen"
zeigen und andererseits das lebendige Zeugnis für eine sichtbare Frauenpolitik in Wien sein.